Energiewende - jetzt oder nie !!!

Im Bus erfuhren wir mit den 10-Uhr-Nachrichten von der Explosion in dem beschädigten Reaktor in Fukushima, bei der Teile der Außenhülle abgesprengt wurden. Die Betroffenheit über die Ereignisse in Japan, wo die Menschen jetzt also mit den Folgen von drei Katastrophen (Erdbeben, Tsunami und drohende Verseuchung durch Radioaktivität) klar kommen müssen, war allen Teilnehmern anzumerken.

Beim Sammelpunkt Bietigheim angekommen, verteilten wir uns bei schönstem Frühlingswetter auf der Strecke, die uns von den Organisatoren zugewiesen wurde und die lag außerhalb des Ortes und führte auf einem geteerten Weg durch landwirtschaftlich genutztes Gebiet.

Um 13.30 Uhr war es dann so weit, die Menschenkette wurde geschlossen und reichte tatsächlich vom Kernkraftwerk Neckarwestheim bis zum Regierungssitz von Herrn Mappus in Stuttgart.

30 Minuten hielten sich alle Menschen an den Händen und verstärkten den Wunsch, dass sich nach Tschernobyl, Harrisburg und nun Fukushima die Menschheit endlich besinnt und dafür sorgt, dass diese lebensfeindliche Energie endlich von diesem Erdball verschwindet.

Danach fuhren wir mit dem Bus zur Schlusskundgebung nach Stuttgart, wo auf dem menschengefüllten Schlossplatz Redner der Umweltschutzorganisationen auf die Dringlichkeit der Energiewende hinwiesen. Bemerkenswert war, dass Politiker als Redner nicht zugelassen waren.

Nach diesem ereignisreichen Tag fuhren wir wieder ins Allgäu zurück und wohl jeder wird ihn in besonderer Erinnerung behalten.

---------

Schon als Jugendlicher habe ich mit 16 Jahren (1971) bei einer Unterschriftenaktion mit gemacht, die sich gegen den Bau des Kernkraftwerkes Leibstadt richtete. Leibstadt liegt am Rhein in der Schweiz, gegenüber meinem Heimatort Waldshut-Tiengen in Südbaden. Leider war es damals so, dass jeder der gegen diese Energie war, den Fortschritt verhinderte  und gegen den wirtschaftlichen Aufschwung war und somit von den regierenden Parteien nicht ernst genommen wurde. Es gab ja schon immer Menschen, die sich für den Naturschutz einsetzten. Mitleidig belächelt wurden sie von der Mehrheit in der Gesellschaft durch Aktionen wie "Frösche über die Strasse tragen" und viele andere Rettungsaktionen für die Natur.

Der Bau des Kernkraftwerkes Leibstadt konnte natürlich nicht verhindert werden. Leider nahmen auch nicht viele Menschen an der Unterschriftenaktion teil. Schon damals war der Normalbürger der Meinung, dass man ja sowieso nichts ändern kann.

Der erste große Atomkraft-Widerstand rührte sich ab 1973 beim geplanten Bau des Kernkraftwerkes in Wyhl (in der Nähe von Freiburg). 1975 gab es dort die erste große Anti-Atom-Demonstration in Deutschland und die Bürger verhinderten in den folgenden Jahren erfolgreich den Kraftwerksbau in Wyhl.

In 1976 wurde in Freiburg die erste Messe weltweit mit dem Thema "alternative Energien" veranstaltet. Freiburg entwickelte sich in den Folgejahren bis heute zur Solarstadt, mit dem ersten grünen Oberbürgermeister und vielen Firmenansiedlungen, die sich mit der Weiterentwicklung der alternativen Energien beschäftigen und viele Arbeitsplätze geschaffen haben.

Über die Jahrzehnte hat sich nach der Inbetriebnahme des Kernkraftwerkes Leibstadt aus verschiedenen Untersuchungen des Bund für Naturschutz ergeben, dass in der Hochrheinregion die Krebsrate höher ist, als in anderen Gegenden. Anschuldigungen von Ärzten, die sich im Umweltbereich engagierten und als Ursache das Kernkraftwerk nannten, wurden natürlich mangels Beweise von den Kernkraftbefürwortern erfolgreich zurück gewiesen.

Im Herbst 2000 ergab sich für meine Familie und mich die Gelegenheit den Heimatort zu verlassen und hierher ins Allgäu zu ziehen. Nun wohnen wir 250 km von Leibstadt entfernt. Was dies bedeutet sehen wir in Japan. Tokio ist von Fukushima auch 250 km weg und der Millionenstadt droht nun, dass die radioaktive Strahlung vom Wind getrieben die Stadt und somit die Menschen verseucht. Was das bedeutet lehrt uns die Katastrophe von Tschernobyl in 1986, unter deren Folgen auch heute noch die Natur (Böden, Wälder, Tiere) und natürlich auch die Menschen leiden.

Das Unglück, das unsere Mitmenschen in Japan betrifft, darf uns nicht kalt lassen. Es kann auch jederzeit bei uns passieren. Wünschenswert ist es, dass nun endlich überall auf diesem Erdball die Bürger aufwachen und nicht lethargisch alles über sich ergehen lassen und damit natürlich auch mit Schuld sind an diesen Katastrophen.

Gerade auch die Bürger in den Ländern mit den meisten Atomkraftwerken sind nun gefordert. In Japan plant die Regierung 13 neue Kernkraftwerke zu bauen, 55 sind bereits in Betrieb. Unser Nachbarland Frankreich hat bereits 59 Kernkraftwerke in Betrieb. Die meisten stehen in den USA mit 104 und 27 sollen neu dazu kommen. Weltweit sind insgesamt 439 Kernkraftwerke in Betrieb, 42 im Bau und weitere 81 sind in der Planung. Was für ein Wahnsinn.

Nachfolgend aus meiner Sicht wichtige Argumente gegen die Aussagen von Kernkraftbefürwortern:

Was nützt es, wenn wir in Deutschland Kernkraftwerke abschalten und die Nachbarländer nicht?

Deutschland hat eine Vorbildfunktion. Wir sind ein Land ohne große Rohstoffe und waren schon immer ein Land der Dichter, Denker und Erfinder. Sogar die Nutzung der Atomenergie begründete ein Deutscher (Hahn). Wir sind weltweit für unsere Technik und Erfindungen geachtet, also wird dies auch bei der Weiterentwicklung der alternativen Energien funktionieren.

Leider wird von den Kernkraftbefürwortern nicht erwähnt, dass z.B in Österreich, Italien und Dänemark die Menschen Ende der 70er Jahre durch Volksabstimmungen den weiteren Bau von Kernkraftwerken verhinderte und bestehende Kraftwerke nach und nach abgeschaltet wurden. Das in Österreich gebaute Atomkraftwerk Zwentendorf wurde nie in Betrieb genommen und dient heute als Museum. In Italien und Dänemark begann das Umdenken der Menschen nach Tschernobyl. Dafür muss man den Menschen in den genannten Ländern danken und wenn auch wir in Deutschland uns gegen die Atomenergie aussprechen, werden auch die anderen Länder in Europa nach und nach folgen.

Atomkraftwerke sind sicher, die Sicherheit-Standards verhindern den Super-Gau!

Mit Tschernobyl, Harrisburg und vielen kleineren Zwischenfällen in Kernkraftwerken weltweit und jetzt das Unglück in Fukushima, gibt es genügend Beweise, dass es keine Sicherheit gibt. Es gibt auch weltweit keine Versicherung, die für Schäden eines Kernkraftwerks in voller Höhe aufkommt, die die Menschen und die Umwelt bei einem Unfall erleiden müssen. Jeder der ein Auto fährt, oder eine Maschine betreibt, ist gesetzlich verpflichtet ein Haftpflichtversicherung abzuschließen. Dabei sind die Deckungssummen so hoch, dass die Schäden immer mit der Versicherung abgedeckt sind.

Es gibt zwar bei Kernkraftwerken auch eine Versicherung, aber nur mit relativ niedrigen Deckungssummen und vielen Ausschlüssen (z.B. bei Erdbeben, Flugzeugabsturz, Hochwasser, kriegerische Auseinandersetzungen, Terrorismus). Daraus ergibt sich die Tatsache, dass die Versicherungsgesellschaften wohl sehr gut wissen, wie es um die Sicherheit der Kernkraftwerke bestellt ist und dass im Ernstfall Schäden in unermesslicher Höhe entstehen können, die nicht zu bezahlen sind.

Bei uns in Deutschland kann ein Unfall wie in Japan gar nicht passieren, weil es nicht so starke Erdbeben gibt und auch keine Tsunamis!

Kernkraftwerke geben erhöhte Radioaktivität ab, weil vorwiegend "menschliche Fehler" zu Unfällen führen, außerdem gibt es neben technischer Fehler genügend andere Möglichkeiten, wie gewollter oder zufälliger Flugzeugabsturz auf ein Kernkraftwerk oder Austrocknung des zur Kühlung benötigten Flusses oder Anschlag durch Terroristen. Und wenn die Natur nicht so reagiert, wie unsere Wissenschaftler dies voraus berechnen, ist dies letztendlich "menschliches Versagen", da sich der Mensch vieles nicht vorstellen kann oder will.

Wir benötigen die Atomenergie, sonst gehen bei uns die Lichter aus!

In Deutschland decken wir ca. 20 - 25 % des Strombedarfs mit der Atomenergie ab. Die Franzosen dagegen 80 %. Wir sind in Deutschland bereits auf einem guten Weg, durch die vermehrte Nutzung von alternativen Energien, auf immer mehr Kernkraftwerke verzichten zu können. Bereits jetzt wird die Stromerzeugung von 5 Kernkraftwerken ins Ausland exportiert. Da der Strom der Kernkraftwerke als erstes abgenommen werden muss, werden schon bisher die alternativen Energien gar nicht voll genutzt. Bei Windrädern zum Beispiel kommt es immer wieder vor, dass es zu Stilllegungen (trotz Wind) kommt, weil der Strom aus Atomenergie vorgeht.

Die Laufzeitverlängerung der Kernkraftwerke ist richtig, weil sie ja noch funktionstüchtig und sicher sind und damit wirtschaftlich für Betreiber und auch den Staat.

Die Laufzeitverlängerung ist definitiv die falsche Entscheidung gewesen. Mit dieser Entscheidung wurde dem Wirtschaftszweig "alternative Energien"  ein Dämpfer versetzt. Die Weiterentwicklung kann nur erfolgen, wenn auch entsprechend die Kernkraftwerke nach und nach abgestellt werden und damit der Bedarf nach alternativer Energie zunimmt.

Falsch ist es, alte Kraftwerke über die ursprünglich angesetzte Laufzeit zu nutzen, weil eine Modernisierung oder ein Umbau auf den Stand der heutigen Technik nicht möglich ist. Wir wissen selbst aus eigener Erfahrung, dass sich z.B. Autos oder Computer, die erst ein paar Jahre alt sind, sich nicht einfach auf den neusten Stand umrüsten lassen. Bei einem Kernkraftwerk wird die Nutzung mit zunehmender Laufzeit immer gefährlicher, weil die Alterung der verwendeten Materialien nicht aufzuhalten ist und dann bereits kleine Schäden zur Katastrophe führen können.

Was Wirtschaftlichkeit angeht, werden in der Berechnung die ganzen Folgekosten für die Entsorgung der radioaktiven Abfälle nicht eingerechnet, somit ist dies der teuerste Strom den es gibt und die Generationen nach uns werden noch mit den Folgekosten belastet sein, ohne einen Vorteil erhalten zu haben.

Erst müssen in Deutschland die Stromnetze erneuert werden, um den Strom aus der Einspeisung der alternativen Energien durch ganz Deutschland zu transportieren!

Mit dem Umdenken der Entscheidungsträger muss sich auch die Meinung durchsetzen, dass die Zeit der großen Stromriesen, die den Markt als Monopol beherrschen, vorbei sein muss. Dies kann man nur erreichen, in dem der Strom dezentral erzeugt wird und dann auch vor Ort verbraucht wird. Der Überschuss ist dann erst ins Netz einzuspeisen, oder zu speichern. Derzeit erfolgt die Einspeisung hauptsächlich ins Stromnetz, was der Staat mit einem höheren Geldbetrag vergütet, als der Strombezug aus dem Netz kostet. Außerdem ist es wichtig, dass mehr Geld in die Forschung gesteckt wird, um Lösungen für die Speicherung des aus alternativen Energien erzeugten Stromes zu finden.

Die Atom-Lobby und die Stromkonzerne haben seit Jahrzehnten die Entscheidungsträger in der Politik in festem Griff und konnten dadurch ihre Machtstellung immer mehr sichern und ausbauen. Grund ist der enorme Gewinn mit sage und schreibe 1 Million Euro pro Tag und Kernkraftwerk, der sich für die Betreiber ergibt. Der Weg zur Dezentralisierung der Energieversorgung wird diese Kartelle aufbrechen und so können sich die Menschen vor Ort endlich verantwortlich einbringen und damit wird eine Wirtschaftbelebung stattfinden und somit werden auch neue Arbeitsplätze geschaffen. Die alternativen Energien müssen in der ganzen Vielfalt gefördert werden. Dabei müssen sich alle Bürger, jeder Hausbesitzer, jeder Firmeninhaber, jede Gemeinde mit ihren Möglichkeiten einbringen. Die Aktivitäten müssen von den Behörden, dann auch genehmigt werden. Bisher verhindern Gesetze den zügigen Ausbau und Weiterentwicklung der alternativen Energien.

Unabhängig davon, kann jeder sofort etwas tun, nämlich Energie einsparen. Die Möglichkeiten sind auch hier vielfältig.

Meine Grundüberlegung war schon immer, dass die Nutzung der Kernenergie nicht richtig sein kann, weil es nie ein nachvollziehbares Konzept gegeben hat, was mit den Abfällen aus der Nutzung der Kernenergie passieren soll. Der natürliche Kreislauf der Natur ist bei dieser Energienutzung nicht gegeben. Es gibt bis heute weltweit kein Endlager für die radioaktiven Abfälle. Sie werden alle zwischengelagert und strahlen für Jahrtausende vor sich hin. Die Nutzung der Kernenergie, hätte alleine aus diesem Grund nie begonnen werden dürfen.

Wie konnte es nur soweit kommen, dass uns die Wirtschaftskonzerne die Atomenergie als die beste Energieerzeugung verkaufen konnte?

Wenn wir uns die Anfangszeit der Nutzung der Atomenergie anschauen, dann war es natürlich die Wirtschaft, die damit das große Geschäft witterte und mit dem Argument "Co2-Einsparung" und mit viel Geld die Politiker dazu brachten, in ihrem Sinne zu handeln. Die Menschen wiederum waren zu bequem sich mit der Materie auseinander zu setzen und so kam es, dass die Argumente der Gegner der Atomenergie kaum Gehör fanden.

Traurig war auch die Rolle der Katholischen Kirche, die es bisher nicht geschafft hat, sich gegen die Nutzung der lebensfeindlichen Atomkraft auszusprechen. Erst jetzt, nach der Katastrophe in Japan, beginnt ein Umdenkprozess.

Die CDU, die bisher für die Nutzung der Atomkraft war und das Wort "Christlich" in ihrem Namen trägt, muss nun sogar erst eine Ethikkommission einsetzen, die dann die Entscheidung "Für" oder "Gegen" die Nutzung der Atomkraft mit herbeiführen soll.

Konnte sich da die innere Stimme, das Gewissen, der gesunde Menschenverstand nie gegen den geschulten Verstand durchsetzen?

Der Grund liegt sicherlich im Bildungssystem, das nur den Verstand schult und das Herz, die Seele, das Gewissen, die innere Stimme überhaupt nicht beachtet. Das was als Religion bezeichnet wird, findet am Sonntag und an Feiertagen in der Kirche statt. Im Alltag schert sich die Mehrheit der Menschen weder um die Beachtung der 10 Gebote, noch wird das eigene Handeln überprüft, ob es ethisch vertretbar ist.

So hat es dazu geführt, dass der Verstand mit seinen Unzulänglichkeiten die Hauptrolle in unserem Sein eingenommen hat. Und da dies überall geschehen ist, sind natürlich auch die Politiker und die Entscheidungsträger in der Wirtschaft dem reinen Verstandesdenken unterworfen.  Die Nutzung der Atomenergie ist nur eine Auswirkung der Entwicklung, es gibt kein Lebensbereich, der nicht davon betroffen ist.

Bei den Landtagswahlen in Baden-Württemberg geschah nun etwas, mit dem fast niemand gerechnet hat. Die Menschen gingen mit dem Bauchgefühl zur Wahl, dass es nach dem Atomunfall in Japan nun nicht mehr um Wirtschaftlichkeit von Kernkraftwerken geht, sondern um unsere Existenz als Mensch auf dieser Erde. Denn was nutzt uns der sogenannte Wohlstand, wenn wir durch einen Atomunfall in einem verseuchten Land wohnen und Leben für Generationen nicht mehr möglich ist. Die Wahlbeteiligung war recht hoch und was auch erstaunte war die Tatsache, dass sogenannte "Nichtwähler" ihre Stimme abgaben und damit einen Politikwechsel erst möglich machten.

Die Parteien können nun diese massive Meinungsäußerung des Volkes nicht mehr übergehen und nun wandeln sich die Kernkraftbefürworter in Windeseile ebenfalls zu Gegnern der Atomenergie.

Dazu passte letzte Woche auch die Nachricht von der Firma Siemens, die ihren Konzern um eine weitere Sparte erweitert, die sich mit der intelligenten Energieversorgung von Städten beschäftigen soll. Sobald es um Stromerzeugung aus alternativen Energien geht, ist es natürlich eine große Aufgabe, die Energieversorgung auf neue Beine zu stellen. Folglich passt sich die Wirtschaft sofort den veränderten Gegebenheiten an, wenn die Menschen bereit sind zum verantwortlichen Handeln.

Ich wünsche mir, dass durch die Katastrophe in Japan alle Menschen endlich begreifen, dass es an jedem Einzelnen liegt, wohin unsere Reise geht. Es ist eine reine Bequemlichkeit zu behaupten, dass der Einzelne nichts ändern kann. Wahrscheinlich ist das auch nur eine Ausrede, weil sich nicht jeder mit den für uns wichtigen Themen auseinandersetzen will. Es ist wichtig, dass wir Menschen unabhängig von Parteien, unserer Verantwortung gerecht werden, uns eine Meinung bilden und diese auch kundtun, auch unser Recht auf gewaltfreie Demonstrationen wahrnehmen und mit unserem Denken und Tun aktiv zur politischen Meinungsbildung beitragen. Jeder der nicht zum Wählen geht, wählt damit automatisch die Gewinner der Wahlen. Dann brauchen wir uns auch nicht über "die da oben" beschweren. Wir bestätigen durch unser Nichtstun ihr Handeln.

Wenn man aktuell die Völker in Nordafrika sieht, die mit allen Kräften ihre Diktatoren mit wechselndem Erfolg in Wüste schicken, betrifft das Geschehen auch uns. Die Stelle der Diktatoren haben ja mittlerweile sowieso die Wirtschaftskonzerne eingenommen, die weltweit unabhängig von ethischen Regeln den geringsten politischen Widerstand suchen (natürlich mit viel Geld im Gepäck), um ihre Geschäfte gewinnmaximierend und skrupellos durch zu führen.

Diese Wirtschaftskonzerne stehen jeden Tag auf unserem "Wahlzettel" und wir geben ihnen mit unserem Einkaufsverhalten unsere "Ja"- oder "Nein"-Stimme. Wenn wir Verbraucher dass mal begriffen haben, ist der Weg nicht weit zur Erkenntnis, dass wir damit eine sehr große Macht besitzen und diese hat sich auch bereits bei einzelnen Aktionen gezeigt, z.B. bei verordneten Impfaktionen, an der die Menschen aus innerer Überzeugung nicht teilnahmen. Wir haben das auch gesehen bei Aldi, der Konzern nahm Eier von Legebatterien aus dem Verkauf, weil der Druck der Verbraucher zu stark wurde.

Die Vernetzung weltweit über das Internet wird künftig die Verbraucher schnell zu Aktionen für oder gegen die Wirtschaftskonzerne zusammen bringen. Dann spielt es auch keine Rolle mehr, ob wir in Deutschland oder in einem anderen Land leben.

Mit Hilfe der Permakultur und den sich daraus entwickelnden Transition-Town-Initiativen werden wir die Herausforderungen bei der Energie- und Nahrungsmittelversorgung und auch anderen Themen künftig meistern.

Es wird sich aber nur etwas ändern, wenn wir in unserem Denken, Reden und Tun aktiv zu dieser Änderung beitragen.

"Unser Schöpfer hat uns den freien Willen gegeben. Das verheißene Paradies auf Erden ist somit durch uns zu verwirklichen."

02.04.2011

Bernhard Kiesling

Niederhöfen 10

87484 Nesselwang